PFAS – Was sind „Forever Chemicals“ und wie wirken sie im Körper?
Was sind PFAS?
PFAS steht für Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dabei handelt es sich um eine große Gruppe industriell hergestellter Chemikalien, die seit mehreren Jahrzehnten verwendet werden. Aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften kommen PFAS in zahlreichen Alltagsprodukten vor, darunter beschichtete Kochutensilien, Lebensmittelverpackungen, Textilien, Feuerlöschschäume, Kosmetika sowie in Trinkwasser.
PFAS werden häufig als „Forever Chemicals“ bezeichnet, da sie chemisch sehr stabil sind und sich sowohl in der Umwelt als auch im menschlichen Körper nur sehr langsam abbauen.
Wie gelangen PFAS in den Körper?
PFAS können über verschiedene Wege aufgenommen werden:
• über Trinkwasser
• über Nahrungsmittel
• über Hautkontakt mit behandelten Materialien
• während der Schwangerschaft über die Plazenta
• über die Muttermilch
Messungen zeigen, dass bei einem großen Teil der Bevölkerung geringe Mengen PFAS im Blut nachweisbar sind.
Was bewirken PFAS im Körper?
Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass PFAS verschiedene biologische Systeme beeinflussen können:
• das Hormonsystem (z. B. Schilddrüse, Sexualhormone)
• das Immunsystem
• das Nervensystem
Diese Effekte werden vor allem im Zusammenhang mit langfristiger oder höherer Belastung untersucht. Nach aktuellem Wissensstand gilt:
👉 Eine PFAS-Exposition führt nicht automatisch zu Erkrankungen, könnte jedoch als möglicher Risikofaktor wirken.
Rechtlicher & medizinischer Hinweis
Die hier dargestellten Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung.
Es werden wissenschaftliche Studien und aktuelle Forschungsstände zusammengefasst, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder kausale Aussagen.
Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson.
Quellenliste
1. European Environment Agency (EEA)
Per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS)
→ Überblick zu Eigenschaften, Umweltverhalten und Gesundheitsaspekten
2. World Health Organization (WHO)
PFAS and human health
→ Internationale Einschätzung zu Exposition und gesundheitlichen Effekten
3. Bundesamt für Umwelt (BAFU, Schweiz)
PFAS in der Umwelt
→ Schweizer Kontext, Trinkwasser, Umweltbelastung
4. Sanctum Healthcare (UK)
Forever Chemicals: ADHD and Autism
→ populärwissenschaftliche Zusammenfassung (nicht primäre wissenschaftliche Quelle)
Quellen-Hinweis
Die aufgeführten Quellen dienen der wissenschaftlichen Einordnung und spiegeln den aktuellen Forschungsstand wider.
Die Interpretation erfolgt ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder kausale Aussagen.