Ich bin Laurence Mathis, ausgebildete Gesprächstherapeutin nach Invaluation® (Gabriel Palacios), und arbeite selbstständig in eigener Praxis.

Ich begleite Erwachsene mit ADHS, Menschen im Autismus-Spektrum, Personen mit Angststörungen sowie junge Erwachsene in Übergangs- und Lebenskrisen.

Meine therapeutische Arbeit ist nicht aus einem geradlinigen Lebensweg entstanden, sondern aus gelebter Erfahrung. Ich bin als jüngstes und einziges Mädchen in einer Familie aufgewachsen, die von Scheidung, Sucht, psychischer Instabilität und Suizidthemen geprägt war. Zwei meiner Brüder kämpften mit Drogenabhängigkeit, einer zusätzlich mit Alkoholmissbrauch. Meine Mutter war abhängig von Schlafmitteln, litt unter Kaufsucht, lebte in massiver Unordnung und zeigte narzisstische Verhaltensmuster. In diesem Umfeld habe ich früh gelernt, wachsam zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Stimmungen zu lesen – und mich selbst dabei oft zurückzustellen.

Viele Jahre habe ich funktioniert, angepasst, durchgehalten. Erst nach einem Burnout wurde bei mir im Erwachsenenalter ADHS diagnostiziert. Diese Erkenntnis war schmerzhaft und gleichzeitig entlastend: Plötzlich ergab vieles Sinn – die innere Unruhe, die Überforderung, das Gefühl, „anders“ zu sein, ohne benennen zu können warum. Diese Erfahrung prägt bis heute meine therapeutische Haltung: verständnisvoll, realistisch und ohne Pathologisierung.

Neurodivergenz kenne ich nicht nur aus eigener Perspektive, sondern auch aus der Rolle als Mutter. Mein Sohn ist heute 26 Jahre alt und lebt mit ADHS und einer Autismus-Spektrum-Störung. Über viele Jahre hinweg habe ich ihn durch Schule, Krisen, Übergänge und das Erwachsenwerden begleitet – oft an den Grenzen des Systems, häufig ohne passende Unterstützung. Diese Zeit hat meinen Blick für die tatsächlichen Bedürfnisse neurodivergenter Menschen geschärft – jenseits von Diagnosen, Konzepten oder gut gemeinten Ratschlägen.

Beruflich habe ich über mehrere Jahre junge Erwachsene mit emotional-instabilen Persönlichkeitsstrukturen begleitet – im therapeutischen Gespräch ebenso wie im Alltag und in praktischen Lebenszusammenhängen. Zusätzlich habe ich über zehn Jahre Reittherapie für hyperaktive Kinder angeboten. Die Arbeit mit dem Pferd hat mein Verständnis für nonverbale Kommunikation, Körperwahrnehmung, Bindung und Regulation tief geprägt – Themen, die bis heute zentraler Bestandteil meiner Arbeit sind.

Ich arbeite ressourcenorientiert, traumasensibel und systemisch. Neurodiversität verstehe ich nicht als Störung, sondern als eine menschliche Variante mit eigenen Stärken, Eigenheiten und Herausforderungen. Therapie bedeutet für mich nicht, Menschen zu „reparieren“, sondern sie dabei zu begleiten, sich selbst besser zu verstehen, innere Zusammenhänge zu erkennen und einen stimmigen Umgang mit den eigenen Voraussetzungen zu entwickeln.

Ergänzend beziehe ich körperorientierte und ganzheitliche Ansätze in meine Arbeit ein, unter anderem Methoden zur Regulation des Nervensystems wie die Vagusnerv-Stimulation (Alpha Cooling Professional®), sowie Aspekte eines gesundheitsfördernden Lebensstils. Für mich gehören Körper, Psyche und Alltag untrennbar zusammen.

Ich arbeite klar, zugewandt und auf Augenhöhe. Humor darf Platz haben – auch bei schweren Themen. Und ich glaube daran, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen sich wirklich gesehen und verstanden fühlen.

Wenn du einen Raum suchst, in dem du nicht erklärt, bewertet oder „optimiert“ wirst, sondern mit deiner Geschichte, deiner Neurodivergenz und deinen Fragen willkommen bist, dann lade ich dich herzlich ein, mit mir Kontakt aufzunehmen.